⚠️ Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich informativen Zwecken und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei gesundheitlichen Fragen oder Notfällen wende dich bitte an eine Ärztin oder den Notruf 112.
Es passierte völlig unerwartet. Unsere Tochter biss in eine Kiwi – eine Frucht, die sie vorher nie gegessen hatte. Plötzlich schwoll ihr Gesicht an, rote Quaddeln breiteten sich auf ihrer Haut aus, und Panik machte sich breit – sowohl in ihren Augen als auch in den Augen der Erzieher:innen in der Kita.
Dann kam der Anruf. "Ganz ruhig, Mama! Mausi hat eine Allergie. Wir haben ihr schon Cetirizin gegeben. Noch was?"
Ich zitterte am ganzen Körper, rannte hektisch durch die Wohnung und sagte nur: "Gebt ihr noch mehr!"
Als ich in der Kita ankam, schüttete ich einfach alles in sie rein – Antihistaminsaft, Cortisonsaft. Die Menge war entscheidend. Der Rettungswagen traf ein, und sie bekam ein kleines Plüschtier – "Ferkel" von Winnie Puuh. Langsam entspannte sich die Lage. Dieses Mal kein EpiPen.
Aber eine bittere Erkenntnis: Das Notfallset und die Schulung aller Beteiligten reichen nicht aus. Es besteht bei allen Mitwirkenden, inklusive der Eltern, die Angst, etwas falsch machen zu können. Und genau diese Angst müssen wir bekämpfen. Denn das Schlimmste, was man tun kann, ist zu wenig Medizin zu geben.
Deshalb sagen wir auch:
„Gib alles!“ – gewollt doppeldeutig.
Sollte der Fall eintreten, dass eine Helfer:in zu viel Medizin gibt, ist der Worst Case: Das Kind schläft ein. Also: SO WHAT? Gib einfach alles!
In diesem Fall war der EpiPen (noch) nicht nötig, da es sich nur um ein Hautsymptom handelte. Der EpiPen kommt erst bei Atembeschwerden oder wenn zwei Symptome gleichzeitig auftreten (z. B. Hautveränderungen & Erbrechen) zum Einsatz.
Aber auch hier gilt: Wenn du ihn gibst, kann nichts Schlimmes passieren. Also: GIB ALLES!
Eine Anaphylaxie ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion und kann innerhalb von wenigen Minuten lebensbedrohlich werden. Besonders bei Kindern und Kleinkindern, die oft nicht in der Lage sind, ihre Symptome klar zu äußern, ist schnelles und richtiges Handeln entscheidend.
Seit der Diagnose unserer Tochter haben wir genau beobachtet, welche Lebensmittel oder Umweltfaktoren für sie gefährlich sind. Es ist erschreckend, wie alltägliche Dinge plötzlich zur Bedrohung werden können.
Die häufigsten Ursachen für eine anaphylaktische Reaktion bei Kindern sind:
Eine anaphylaktische Reaktion verläuft oft in mehreren Phasen und betrifft verschiedene Organsysteme. Typische Anzeichen sind:
Als wir das erste Mal mit einer allergischen Reaktion konfrontiert wurden, fühlten wir uns hilflos. Doch durch Schulungen und Erfahrung haben wir gelernt, wie wir im Ernstfall schnell und sicher reagieren können.
Für unsere Mausi hat die liebe Franziska Hölzel (franzi_illustriert) uns ein Poster mit kindgerechten Illustrationen ihrer Allergene erstellt.
Dieses hängt jetzt in A0 in der Kita und ist als Postkarte für Großeltern, Freund:innen und Betreuungspersonen verfügbar.
Anaphylaxie bei Kindern kann lebensbedrohlich sein, aber mit dem richtigen Wissen und einer guten Vorbereitung lässt sich das Risiko minimieren. Eltern sollten sich mit den Symptomen und Notfallmaßnahmen vertraut machen und immer ein gut ausgestattetes Notfallset dabeihaben.
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